Cantus Domus von Martin Weibezahn
Der junge Berliner Chor Cantus Domus wurde auf Initiative von Lena Schönfelder im Jahr 1996 gegründet. Seither hat er sich, unter der künstlerischen Leitung von Ralf Sochaczewksy, in der Berliner Chomusikszene etabliert und über die Stadtgrenzen hinaus auf sich aufmerksam gemacht. Sein Erfolg gründet sich sowohl in einem umfangreichen musikalischen Repertoire, das sich von der Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Werken erstreckt, als auch in der aufgeschlossenen Zusammenarbeit mit anderen Chören, Orchestern und Dirigenten, sowie seinem Mut zu außergewöhnlichen Projekten. Die Reihe der KonzeptKonzerte, inszenierte Chorkonzerte in denen der Chor das gewohnte Terrain chormusikalischer Aufführungspraxis verlässt und die Zuhörer räumlich in die Konzerte einbezieht, ist wohl eines der eindringlichsten Zeugnisse dieser Arbeit. Nach "SINGINGPOOL" (2008), " (T)Raumklänge" (2009) und "Ruheräume? " (2010), war "Schallmauern" in diesem Jahr das vierte a-cappella Konzert dieser Reihe. Aufwendig choreographiert und musikalisch anspruchsvoll war es zugleich die bisher erfolgreichste Inszenierung.
Beim Chorwettbewerb des Deutschen Musikrats 2010 in Dortmund errang Cantus Domus einen 3. Preis in der Kategorie A2 (gemischte Chöre ab 41 Mitwirkende), beim Chorwettbewerb des Landesmusikrats 2009 einen 1. Preis.
Zusammen mit dem Partnerensemble Ensemberlino Vocale durfte Cantus Domus bereits zweimal mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin (DSO) auftreten: Im Februar 2011 waren die Sängerinnen des Chores an der Aufführung von Gustav Holsts Die Planeten beteiligt. Im September 2010 nahm der Chor auf Einladung des DSO mit Maurice Ravels Daphnis et Chloé unter der Leitung von David Robertson am Musikfest Berlin teil. Verträge für drei weitere Engagements beim DSO im Jahre 2012 sind bereits gemacht.
Weiterhin bestritt Cantus Domus im Jahr 2009, gemeinsam mit Ensemberlino Vocale und dem Tokyo Geidai Symphonieorchester das Jubiläumskonzert des 10. Young Euro Classic Festivals mit Beethovens Sinfonie Nr. 9 im ausverkauften Konzerthaus Berlin. Ein weiteres Angebot erhielt Cantus Domus vom Rundfunkchor Berlin zu Pfingsten 2007 für die deutsche Erstaufführung von John Taveners The Veil of the Temple im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwartskunst Berlin.
Als weitere große Werke, die mit Partnerensembles aufgeführt wurden, sind unter anderem anzuführen: Händels Messias, Verdis Requiem, Rossinis Petite Messe Solennelle, Die Schöpfung von Haydn, c-Moll Messe und Requiem von Mozart, Paulus sowie Elias von Mendelssohn Bartholdy und Ein deutsches Requiem von Brahms in großen Berliner Kirchen und Konzerthäusern. Bedeutende internationale musikalische Begegnungen fanden mit dem Kammerorchester der Danziger Musikakademie in Gdansk und Berlin sowie dem Kammerorchester der Minsker Philharmonie statt.
Neben den zahlreichen Konzerten in großer Besetzung werden Projekte auch mit verschieden besetzten Kammerensembles des Cantus Domus gemacht. So finden regelmäßig im Sommer Konzerte im Berliner Umland unter dem Titel "BIKE&SING" statt. Im Sommer 2011 war der Cantus Domus für die Inszenierung von Dvoraks Rusalka bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg verpflichtet und wurde für 2012 bereits wieder eingeladen.
Cantus Domus ist Mitglied des Chorverbandes Berlin und erhält eine Basisförderung durch die Kulturverwaltung des Berliner Senats. Zusätzlich trägt sich der Chor durch das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder, den Erfolg seiner Konzerte sowie private Fördermitglieder. Das musikalische Profil des Chores, der heute über 90 aktive Mitglieder hat, wird durch wöchentliche Stimmproben von Musikstudierenden, intensive Probenphasen mit zwei Dirigenten sowie eine regelmäßige Stimmbildung durch die professionelle Sängerin und Stimmbildnerin Yvonne Frazier geprägt.
Kontakt für interessierte Sänger/innen:
Ralf Sochaczewsky
Tel: +49 30 323 36 19
eMail: ralf@cantusdomus.de
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